Am vergangenen Wochenende stand in Gommiswald Musik gross im Zentrum. Mit dem Motto «MusikSpass», was schon viel verspricht, mass sich die Musikgesellschaft Sennwald mit weiteren Vereinen in der 3. Stärkeklasse im Wettspiel mit «Hindenburg». Das Stück ist benannt nach dem Luftschiff, das in New Jersey bei der Landung in Flammen aufging und 36 Menschen zu Tode kamen. Während dem fulminanten Start geniessen die Passagiere die Aussicht und bestaunen das grosse Luftschiff. Plötzlich nimmt die Traumfahrt eine Wende, die ersten Flammen lodern hoch und die Passagiere geraten in Panik. Es folgte der Trauermarsch und die anschliessende «Hymne of Silence», welche den Toten die Ehre erweist. Am Schluss bleiben nur noch die Erinnerungen an das mächtige Luftschiff, welche das Wettstück in einem majestätischen Schluss enden lassen.

In der nach der Mittagspause folgenden Parademusik, versuchte sich die MG Sennwald an einfacheren Evolutionen. Im Gegensatz zur klassischen Marschmusik, welche nur geradeaus verläuft, werden Richtungswechsel vorgenommen, kleine Tänze aufgeführt oder sogar Figuren nachgestellt. 

Während dem Abendprogramm verkündeten die Gastgeber das Resultat der verschiedenen Wettspiele. Mit den erreichten 267 Punkten landete die MG Sennwald auf dem erfreulichen 2. Schlussrang von insgesamt acht Vereinen in ihrer Stärkeklasse. Diesen Erfolg feierten die Musikanten bis spät in die Nacht.

Am Sonntag ging es Schlag auf Schlag weiter, denn das zweijährliche Jugendmusiktreffen des St. Galler Blasmusikverbandes stand auf dem Programm. Diejenigen, welche in beiden Formationen spielen, übernachteten direkt in der Turnhalle in Gommiswald. Insgesamt 800 Kinder und 150 Begleiter massen sich bei Spiel und Spass, unterhielten die Gäste mit verschiedenen Konzerten oder liessen sich beim Wettspiel mit einem darauffolgenden Expertengespräch bewerten. Sennwald entschied sich für Spiel ohne Grenzen, mit verschiedenen Gruppenspielen rund um Musik, und das Wettspiel. Bei diesem trug die Jugendmusik das herausfordernde Stück «Twins» vor. Dennoch war der Experte begeistert über die herausragende Leistung der jungen Musikanten. Dies machte den Nachwuchs stolz und motiviert. Das viele Proben und Üben hat sich gelohnt.

Es folgte ein weiterer Höhepunkt für die Jugendlichen. Nach einer kurzen Registerprobe in den Instrumentengruppen, folgte der Gesamtchor mit allen 800 Teilnehmern. Ein grosses Ereignis für alle Musikanten, an welches sie sich sicherlich noch lange erinnern werden.

Nun waren alle gespannt auf das Resultat beim «Spiel ohne Grenzen», denn für die Gewinner gibt es nicht nur viel Applaus, sondern auch einen Gutschein für den Kauf neuer Musikstücke, gesponsert vom St. Galler Blasmusikverband. Die Sennwalder schafften es auf den 9. Rang. Dank der guten Leistung im Wettspiel und dem eindrücklichen Gesamtchor war dies schnell vergessen, sodass sie müde nach Hause zurückkehrten. (va)

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